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Mit dem Wohnmobil zum Trollstigen – Unsere Erfahrung auf der Serpentinenstraße

Zum Trollstigen mit dem Wohnmobil in Norwegen

Der Trollstigen ist einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Norwegen und natürlich wollten auch wir diese spektakuläre Serpentinenstraße mit dem Wohnmobil erklimmen, um unsere eigenen Erfahrungen zu machen. Voller Vorfreude ging es von Geiranger die 63 entlang Richtung Trollstigen. Die Strecke ist ziemlich kurvig und landschaftlich mal wieder wunderschön. Wir fuhren Kilometer für Kilometer und erklommen die Höhenmeter; wunderten uns, dass wir schon über 500m, dann 600m und 700m über dem Meeresspiegel sind… komisch, gleich müssen wir doch noch den Trollstigen hochfahren, der nochmal 500 m hochgehen soll?

Unser Irrtum zu der Serpentinenstraße

Tja, falsch gedacht. Als Marc ein Schild zu einem Parkplatz sieht, sage ich noch: „Ne, fahr weiter, das kann ja nicht die Aussichtsplattform sein.“ Ich war einfach der felsenfesten Überzeugung, dass wir von unten am Trollstigen ankommen und dann die Serpentinen hochfahren müssen. Nach dem Parkplatz ging es dann um eine Kurve und uns wurde unser Irrtum bewusst: Wir sind oben am Trollstigen angekommen und es gab leider kein Zurück mehr zu der bekannten Aussichtsplattform. Das Wohnmobil musste nun also den Berg hinab. Da haben wir uns doch sehr geärgert, dass wir den Aussichtspunkt verpasst hatten. Also pass auf, dass dir das nicht auch passiert, wenn du von Süden aus zum Trollstigen fährst.

Abfahrt am Trollstigen

Ohne auf die Abfahrt vorbereitet zu sein ging es also die berüchtigten Haarnadelkurven herab. Klar, die Straße ist schon steil, die Kurven eng und die entgegenkommenden Reisebusse stellten eine Herausforderung dar. Dennoch war der Trollstigen aus unserer Sicht nicht spektakulärer als viele andere Serpentinenstraßen in Norwegen. Alle paar Meter gibt es Ausweichbuchten und wie immer in Norwegen gilt, dass derjenige, der den Berg hochfährt, Vorfahrt hat. Dadurch mussten wir beim runterfahren natürlich sehr oft ausweichen.

Besonders viel Zeit haben auch die Touristen gekostet, die einfach ohne zu schauen über die Straße laufen, um Fotos zu machen und dort auch gerne mal stehen bleiben, sodass wir mit dem Wohnmobil gar nicht vorbeikamen. Dennoch waren wir innerhalb von 10 Minuten unten angekommen.

Auf der Fahrt überquerst du noch eine Brücke, die über einen Wasserfall geht. Wenn du Glück hast, kannst du hier kurz am Straßenrand halten und bei halber Strecke ein paar tolle Fotos schießen. Bei uns waren leider alle Plätze belegt und, um den Verkehr nicht aufzuhalten, sind wir weiter bis zum Ende der Serpentinen gefahren. Um wenigstens nochmal von unten einen Blick auf den berüchtigten Trollstigen zu werfen, haben wir direkt am Fuß der Serpentinen das Wohnmobil geparkt.

Der Blick am Ende des Trollstigen auf einen Wasserfall
Der Blick von unten auf den Trollstigen und den schönen Wasserfall.

Fazit zum Trollstigen

Unten haben wir dann noch gefrühstückt und die Aussicht auf die vielen Reisebusse genossen. Natürlich haben wir uns über unseren Irrtum geärgert. Die Aussicht von der Plattform oben am Trollstigen wäre sicher noch toll gewesen. Dennoch fanden wir die Serpentinen nicht spektakulärer als andere Straßen in Norwegen und touristisch eher überlaufen. Wenn du auf deinem Weg durch Norwegen hier vorbeikommst, achte vorher auf deine Fahrtrichtung und die ausgeschilderten Parkplätze. Ein bisschen Zeit kannst du dir nehmen und die Reisebusse, die sich aneinander vorbei quälen, beobachten. Ein aktiver Beifahrer im Wohnmobil ist hier – wie auch auf anderen Serpentinenstraßen – sehr wertvoll. Obwohl der Trollstigen eine der bekanntesten Tipps für Norwegen ist, gehört er nicht zu unseren Highlights.

Übrigens: Die Strecke des Trollstigen sowie die gesamte Landstraße 63 wird in den Wintermonaten und teilweise nachts oder bei schlechten Wetterverhältnissen gesperrt. Wenn du durch Norwegen fährst wirst du überall, wo es in die Berge geht (also im Prinzip wirklich überall 😉 ), Schranken an den Straßen sehen, die bei Bedarf einfach heruntergelassen werden und die Straßen sperren.

Weitere Informationen zum Trollstigen kannst du bei fjordnorway.com bekommen.

Warst du auch schon mit dem Wohnmobil am Trollstigen in Norwegen? Wie sind deine Erfahrungen? Fandest du es auch so touristisch oder hattest du mehr Glück als wir? Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen.

Noch mehr Highlights zu Norwegen findest du in unseren Reiseberichten. 🙂

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